Tauschladengeschichten

oder Carlos Rauswurf, Eberswalde am 15.02.2018

Leider mußte ich als Projektverantwortlicher Vorgestern nach wiederholten negativen Vorgängen einen Mitarbeiter vom Tauschladen Eberswalde, der seit dem letzten Jahr ehrenamtlich mitmachte, mitteilen das es für das Projekt nachteilig ist wenn er weiter so mangelhaft mitarbeitet da er schon mehrmals gebeten wurde sein Verhalten zu ändern. (Da er leider Probleme mit der Zuverlässigkeit und der Einhaltung von Absprachen hat und ab und an auch mit Drogenkonsum).

Zu meiner Überraschung ist er trotz dem Donnerstag gegen 16.30 Uhr (wie immer zu spätet 😉 ) zum Ladendienst erschinen, auf meine Nachfrage ob er die Mail gelesen hat verneinte er. So das ich ihm die Eckpunkte der Mail nochmal mündlich mitgeteilt habe, was zu längeren sehr kontroversen Diskursionen, um Einzelne Verstöße die er abzustreiten suchte, führte.
Er hatte sich unter anderem eine halbe Stelle in einem geplanten Förderprojekt und uneingeschränkten freien Zugang zu den Projekträume und die Möglichkeit dann dort zu wohnen erhofft. Obwohl ihm beides schon früher versagt worden ist.

Nach Ladenschluß gab es eine letzte Diskursionsrunde die damit endete das wir uns noch mal unterhalten wollten, der Mitarbeiter aber wütend und eingeschnapt aber durchaus beherscht schien.

Wir haben dann gleichzeitig gegen 19.30 Uhr den Laden verlassen und jeder ging zu seinem Fahrrad es abzuschließen, der Mitarbeiter fing scheinbar an sich per Handy mit jemandem zu verständigen.

Gerade als ich losfahren wollte kam ein Bekanter von der Bürgerstiftung die Straße hoch mit dem ich mich ca. 10 Minuten unterhalten habe. Als wir das Gespräch fast beendetet hatten kam der Mitarbeiter herrüber und gab an das er mir noch 20€ Spende (die er bei der Herausgabe von Dingen aus dem Laden letzeten Freitag erhalten hatte) übergeben wollte, müsste das Geld aber erst von der Bank holen. Da ich noch lehre Gläser zum Glaskontainer in der Kantstr. bringen mußte wollten wir uns vor dem Dönerladen an der Zimmer- Ecke Eisenbahnstr. zur Übergabe treffen.

Als ich dort ankam stand er vor dem MOZ-Anzeigenladen auf der anderen Straßenseite. Dort hielt er mir zwei teiweise zusammengerollte 10€ Scheine hin. Als ich zugriff sah ich, so das man grade noch das Ende einer Kleinkaliberpatrone sehen konnte und (mußte automatisch an ähnliche Zehnen aus Mafiafilmen denken). Worauf ich währen ich die Geldscheine in nahm, grade noch zimlich verdattert sagen konnte „mach das nicht denke an deine Gesundheit“ dabei ließ ich die Patrone aus den Geldscheinen zurück auf seine Hand rutschen. Worauf er die Drohung durch „vorsichtig es liegt Blei in der Luft“ nochmal bestärkte. Nach dieser äußerung im Mafiastiel ließ ich mir nichts anmerken und fuhr einfach mit dem Fahrrad los und rief irgeneine Abschiedsformel . Er rief mir um seine Forderung zu formuliren hinterher, das wir uns bei seinen Vorstellung treffen sollen, bezugnehmend auf seine Vorderungen im Streitgespräch über die Einschränkung seiner Mitarbeit im Laden und Projekt.

Da soll noch einer sagen Tauschladenarbeit ist langweilig.

Denke mal das war schon mehr als ein schlechter Witz sondern schon versuchte Nötigung bzw. Bedrohung.
Anfänglich habe ich mir noch die Frage gestellt:
Ist eine Mediation sinnvoll oder entfernt man den Man besser gleich vollständig aus dem Projekt?

Die Frage hat sich dann von allein beantwort, nachdem er dann 4 Monate später nach seiner Rückker aus dem genaus langem Spanienurlaub wieder im Laden, in dem ich alleine mit mehreren Kunden war, auftauchte. Die ganze Geschichte abstritt und vor den Kunden rumbrüllte. Er ging erst nach mehreren Aufforderung, nach ca. einer Stunde von diesem Theater ohne dabei auf die Kundenschaft zu achten.
Mit diesem rücksichtslosen Verhalten hat er sich selbst endgültig für die Arbeit mit Kunden und Gästen im Projekt disqualifiziert.

Er hat damit Hausverbot.